REFERENZEN

Vorträge, Briefings, Konferenzen, Publikationen (Auszug)

Strategic Briefing (SB) I „Die Welt wird sich nicht verändern, sie wird aber anders“

Das Strategic Briefing bietet Ihnen eine (wahlweise) 60 oder 90-minütige Auseinandersetzung mit den kommenden Entwicklungen der nahen Zukunft: Wie sich die Situation in Deutschland verändert (Innensicht) und wie die internationalen Entwicklungen und neuen Herausforderungen in der Zeit nach der Corona Pandemie aus geopolitischer und geoökonomischer Perspektive zu bewerten sind (Aussensicht). Das Strategic Briefing führe ich zusammen mit dem Zukunftsforscher Oliver Leisse durch. Er ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Zukunftsinstituts SEE MORE. Pointierter Input und Dialog wechseln sich ab, die Teilnehmer tauchen tief ein in die relevanten Zukunftsthemen.

Pivot to Asia und der damit verbundene Bedeutungsverlust Europas. Eine geostrategische Perspektive

Wenn Donald Trump den Abzug von ca. 12.000 US-Soldaten ankündigt, handelt es sich dabei weder um einen „Rachefeldzug“ gegen das NATO-Mitglied Deutschland, das seine Beiträge nicht erhöhen will, noch um einen Strategiewechsel in der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Ganz im Gegenteil: Mit dem Plan setzt Trump die bereits unter seinen Vorgängern eingeleitete Neuorientierung der Weltmacht in Richtung Asien >Pivot to Asia< fort. Eine der Begleiterscheinungen: Europa und Deutschland verlieren immer weiter an Bedeutung. Der Beitrag erläutert, welches strategische und geopolitische Kalkül hinter der „Pivot to Asia“-Strategie der US-Administration steht und erklärt, wie die Verhandlungen für ein „New START“-Abkommen (Begrenzung von Atomwaffen) – zukünftig mit China? – in diesem Zusammenhang einzuordnen sind.

Pivot to Asia_Deutsch

Sicherer Handel auf See ist ein kollektives Gut | ESD International Security & Defence Journal 03-2020                       Beitrag von Ludolf Baron von Löwenstern | Chairman & Kapitän zur See dR                                                 

Auf der am 14. Februar 2020 stattgefundenen 56. Münchner Sicherheitskonferenz haben die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs sowie über 100 Außen- und Verteidigungsminister unter der Überschrift „Westlessness“ über den Zerfall und Rückzug des Westens in der Außen- und Sicherheitspolitik diskutiert. Damit rückt – endlich – erneut die insbesondere in Deutschland ungeklärte Frage ins öffentliche Interesse, was Sicherheits- und Verteidigungspolitik leisten muss, um die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands und Europas im Zeitalter globaler Großmächtekonkurrenz wirksam zu vertreten.

In ihrer außen- und sicherheitspolitischen Grundsatzrede an der Bundeswehruniversität München hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer vor einigen Wochen deutlich gemacht, dass sie die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik neu ausrichten will: verantwortungsvoller, mutiger und Deutschlands Rolle in der Welt angemessener. Deutschland habe die Pflicht und als eine der führenden Industrie- sowie Handelsnation großes Interesse daran, die internationale Ordnung zu schützen – auch mit militärischem Einsatz. Vor dem Hintergrund einer zunehmend multipolaren Welt, Terrorismus, dem Aufstieg Chinas und dem Rückzug der Amerikaner von der Weltbühne forderte sie mehr Geld für die Bundeswehr und die stärkere Beteiligung an Auslandseinsätzen bis in den Indopazifik. Außerdem schlug sie einen Nationalen Sicherheitsrat vor, der das geopolitische Denken stärken und die notwendige Akzeptanz in der Gesellschaft schaffen könnte.

Weichenstellung

Eine solche Weichenstellung ist überfällig. Nicht nur aus politischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Denn die Frage, wie die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik beschaffen sein muss, um den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands und Europas im Zeitalter globaler Großmächtekonkurrenz wirksam zu dienen, wurde seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nie zufriedenstellend beantwortet.

Dabei kann es an der Tatsache, dass gerade wir Deutschen größtes Interesse an freiem Warenaustausch und sicheren Handelswegen haben, keinen Zweifel geben, schließlich zählen wir zu den größten Im- und Exportnationen der Welt. Der Großteil unseres Außenhandels – 95 Prozent der Transportleistung des interkontinentalen und 30 Prozent des europäischen Verkehrs der deutschen Wirtschaft – wird über Wasser befördert. Als rohstoffarmes Land müssen wir vieles aus aller Welt erst einmal nach Deutschland bringen, um es hier veredeln und an Kunden in aller Welt verkaufen zu können. Auch dies geschieht maßgeblich auf dem Seeweg. Mit rund 1.400 Schiffen hat Deutschland die größte Containerflotte und mit ca. 3.200 Schiffen die viertgrößte Handelsschiffflotte der Welt.

Für Deutschland und den Staaten der Europäischen Union spielt der maritime Raum daher im geographischen, sicherheitspolitischen, ökonomischen und kulturellen Sinn sowohl eine geopolitische als auch geostrategische wichtige Rolle. Zudem werden 90 Prozent des Außenhandels und 40 Prozent des EU-Binnenhandels über den Seeweg abgewickelt. Und: Etwa 80 Prozent der europäischen Öl- und Erdgasproduktion stammen aus der Nordsee, dem Mittelmeer und der Adria. Der geopolitische Schwerpunkt ist also dem maritimen Raum zugewandt und die Europäische Union (EU) ist somit ein global maritime player. Die Abhängigkeit von freien Seewegen aber auch die zunehmende Bedeutung von kritischen Infrastrukturen zur Energiegewinnung sowie Energiequellen auf Hoher See stellen, neben maritimer illegaler Einwanderung, illegalem Waffen- und Drogenhandel, Piraterie, organisierte Kriminalität, terroristische Angriffe zum Beispiel auf Schiffe, Ölplattformen, Hafenanlagen etc., große sicherheits- und verteidigungspolitische Risiken dar, die geschützt werden müssen.

Auch in Zukunft – so zumindest die Bekenntnisse der Regierenden – soll unser Land zu den Motoren der globalen Ökonomie zählen. Dabei wird gerne vergessen, dass dazu auch die Fähigkeit gehört, die eigenen Interesse wirksam durchzusetzen. Schon Friedrich der Große wusste: „Diplomatie ohne Waffen ist wie ein Orchester ohne Instrumente.“ Und auch Wolfgang Ischinger hat es auf den Punkt gebracht: „Man kann Außenpolitik nicht ohne Militär betreiben. Sonst bleibt Außenpolitik nur heiße Luft.“ Hier sind vor allem die maritimen Aspekte der Landes- und Bündnisverteidigung von großer Bedeutung, denn die Handelsrouten auf den Weltmeeren sind nicht nur die Hauptschlagadern der Globalisierung, sie bilden auch die Grundlage für Wachstum und Wohlstand in Deutschland.

Längst wird maritime Sicherheit daher nicht nur in den Lagezentren der Militärs oder der Politik diskutiert, sondern auch in den Führungsetagen international operierender Unternehmen. Dabei sind terroristische Angriffe beileibe nicht das einzige Risiko. Werden beispielsweise „Bottlenecks“ wie die Straße von Hormuz, die Straße von Malakka oder der Suezkanal – die empfindlichsten Engstellen des Seewegs zwischen Europa und Asien, oder auch der Nord-Ostsee-Kanal – durch welchen Akt auch immer unpassierbar, ist fast jedes am Welthandel beteiligte Unternehmen betroffen. Auch der LIDL-Markt um die Ecke. Eine andere Vorstellung, die manchem Unternehmer den Schlaf raubt, ist die einer radiologischen Waffe, auch „schmutzige“ Bombe genannt, die in einem der ca. 38 Millionen Container eingeschleust wird, die laufend die Seestraßen und Häfen der Welt passieren. Oder die sogenannten asymmetrischen oder hybriden Bedrohungen, zu denen digitale Spionage und die Sabotage von zum Beispiel Nuklearreaktoren oder der grundlegenden medizinischen Versorgung zählen.

Mehr Verantwortung heißt mehr Sicherheit. Auch und gerade für die deutsche Wirtschaft.

Die Beispiele verdeutlichen die gestiegene Verwundbarkeit, aber auch die schiere Notwendigkeit einer „Secure Economy“, also einer Sicherheitsarchitektur, die unsere Wirtschaft auch in maritimer Hinsicht besser schützt. Dieser Schutz ist in der Bundesrepublik Deutschland Aufgabe der Marine – vorausgesetzt, sie verfügt über ausreichend Schiffe, Personal und Material. Außerdem muss das politische Mandat zum Schutz der Seehandelswege operativ klar definiert sein. Doch auch das ist leider nicht der Fall. So ist die Marine nach gültiger Verfassungslage etwa bei Gefahr durch internationalen Terrorismus ohne entsprechendes Mandat weder im eigenen Küstenvorfeld noch im weltweiten Bereich zum Eingreifen berechtigt, da es sich nach herrschender Rechtsauffassung um eine „Polizeiaufgabe“ handelt. Unser Land braucht daher dringend ein Nationales Sicherheitskonzept, in dem auch und vor allem die Rolle der Marine beim Schutz der Seehandelswege eindeutig geregelt ist.

 Fünf Großräume: USA, China, Russland, Indien und die Europäer!

 Weltpolitik ist auch maritime Politik und die Deutsche Marine trägt ihren Teil zum weltweiten Prävention- und Krisenmanagement bei. Weil die Deutsche Marine den Schutz der Seewege nicht allein bewerkstelligen kann, operiert sie in der Regel im Verbund mit anderen NATO-Marinen und Partnern. Deshalb brauchen wir ein sicherheitspolitisch handlungsfähiges Europa auf der Basis eines europäischen Verteidigungs- und Sicherheitskonzeptes, das keine politische Absichtserklärung bleibt, sondern konkret umgesetzt wird um für die Bedrohungen und Gefahren der neuen Zeit gerüstet zu sein. Der Vorwurf der USA, wir Deutschen und Europäer seien nur „Trittbrettfahrer“ US-amerikanischer Militärstärke, ist nicht gänzlich von sich zu weisen.

Wenn also die Staaten der europäischen Staatengemeinschaft – der mit über 500 Millionen Menschen immerhin zweitgrößte Wirtschaftsraum der Welt – ihre Fähigkeiten zur Sicherung der Seewege ausbauen und im Rahmen eines gemeinsamen Sicherheitskonzeptes in Kooperation vornehmen, würden sie zeigen, dass sie ihrer Verantwortung gerecht würden. Die EU braucht auch eine weltpolitische Vision und eine langfristige geostrategische Perspektive als eigenständige Alternative zwischen der Amerikanisierung und dem chinesischen Traum, um auf der internationalen Bühne Akzeptanz zu erhalten und vor allem die eigenen Interessen wahrzunehmen. All dies auch vor dem Hintergrund, dass wir zu einer Weltordnung tendieren, in denen es keinen Hüter mehr gibt, sondern fünf Großräume: USA, China, Russland, Indien und die Europäer!

Wir leben in volatilen und verteidigungspolitisch außerordentlich fordernden Zeiten. Die Sicherheit, in der wir uns wiegen, ist nur eine scheinbare. Deswegen muss Deutschland sicherheitspolitisch endlich erwachsen werden und umso wichtiger ist es, dass die Regierungen der Europäischen Union jetzt Verantwortung übernehmen und ihre Fähigkeit zur Sicherung unserer wirtschaftlichen Interessen im Rahmen eines gemeinsamen Sicherheitskonzeptes endlich ausbauen. Das sind sie ihren Unternehmern, aber auch ihren Bürgern endlich schuldig.

Und die 56. Münchner Sicherheitskonferenz bietet die Möglichkeit, dass sich die Regierungen auf ein gemeinsames Sicherheitskonzept besprechen.

 

Geopolitik um das blaue Gold. Wasser ist der wichtigste Rohstoff der Zukunft                                                        Der akute Wassermangel ist ein weltweites Problem und geht auch alle Europäer etwas an

Ein Rohstoff, ohne dem gar nichts mehr geht, ist das (Süß-)Wasser. Wasser? Mögen Sie denken. Das ist doch kein Rohstoff, das ist eine Selbstverständlichkeit. Für uns ist es das, Gott sei Dank. Wasser hat viele Facetten. Für Millionen Menschen auf dieser Erde ist es Mangelware.

Für viele von uns ist es dagegen längt Lifestyleprodukt. Wir kaufen Wasser, das bei Mondschein abgefüllt, mit Vitaminen versetzt oder in den entferntesten Regionen dieser Erde gewonnen wird, weil es uns gesundheitliches oder spirituelles Heil verspricht. Die Nachfrage nach in Flaschen abgefülltem Wasser ist sprunghaft gestiegen – nicht nur in den industrialisierten Ländern Westeuropas, sondern auch in den Entwicklungsländern. Damit ist Wasser bereits heute der bedeutendste Rohstoff der Welt. Und seine Bedeutung wird weiter zunehmen!

Mit rund 80 Prozent hat die Landwirtschaft den größten Anteil am weltweiten Wasserverbrauch. Bio-Energie und Bio-Kraftstoffe haben die Nachfrage noch gewaltig gesteigert. Wasser versorgt uns nicht zuletzt mit Energie. Kein Rohstoff ist so bedeutend, nicht einmal das Rohöl. In der einen Weltregion ist Wasser knapp; in der anderen gibt es das Nass im Überfluss. Es werden bereits Kriege darum geführt – woanders wird es verschwendet.

Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Trotzdem haben etwa 2,6 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu einer organisierten Wasserver- und -entsorgung. 95 Prozent der Städte weltweit haben keine geregelte Abwasserentsorgung, wie wir sie in Deutschland kennen. Doch auch bei uns ist die Verschwendung immer noch groß: Experten schätzen, dass auch in den entwickelten Ländern sage und schreibe die Hälfte des eingesetzten Wassers im Versorgungsnetz verloren geht. In Deutschland liegt der Anteil „nur“ zwischen 5 und 10 Prozent, in Spanien sind es schon 25 Prozent und allein in London versickern täglich 800 Millionen Liter durch Lecks im Leitungssystem. In Deutschland ist das Wasserrohr- und Kanalisationsnetz so lang, dass es die Erde 13 Mal umwickeln könnte.

Hinzu kommen zunehmende Rekord-Dürren wie zum Beispiel in Kalifornien oder Kapstadt, gewaltige Ernteausfälle aufgrund trockener Sommer wie zum Beispiel in Europa oder andere Umwelt- und Klimaveränderungen wie zum Beispiel in Syrien, Tschadsee-Region oder Mali, die bestehende Konfliktdynamiken bereits verschärft haben. Bei höheren Temperaturen verdunstet Wasser auch schneller. Weltweit steigt das Wasserangebot und -nachfrage. Die Nachfrage aufgrund des Bevölkerungswachstums denn mehr Menschen brauchen nun mal mehr Wasser, sei es zum Trinken, Kochen, Waschen und für die Landwirtschaft, um genügend Nahrung zu produzieren. Hinzu kommt die weltweit wachsende Wirtschaft und die sich daraus resultierende Nachfrage, denn Produktionsabläufe benötigen Wasser. Steigende Einkommen und Lebensstandards führen zu veränderten Verbrauchsgewohnheiten, sodass immer mehr wasserintensive Produkte, wie Kaffee – Wasserverbrauch pro Tasse ca. 140 Liter in der Produktion, oder Fleisch – Wasserverbrauch pro Kilo ca. 10 bis 15.000 Liter in der Produktion, konsumiert werden. Parallel steigt der direkte Wasserverbrauch, sei es durch Waschmaschinen, Autowäschen, Gartenpflege oder Swimmingpools. Auf der anderen Seite verkleinern sich aber die verfügbaren Wasserressourcen, sei es durch zunehmende Verschmutzung der Seen und Flüsse zum Beispiel durch Düngemittel oder Haushalts- und Industrieabwässer. Weltweit werden über 80 Prozent aller Abwässer ungeklärt in Seen, Flüsse oder Meere geleitet! Und auch die Grundwasserspeicher befinden sich in einem Problemzustand, da sie vielerorts buchstäblich leer gepumpt werden, wie zum Beispiel durch die Tomatenproduktion in Spanien oder die Rosenzucht in Äthopien.

Der globale „Wettbewerb“ ums Wasser steigt: Auf die privaten Haushalte entfällt etwa 10 Prozent des Verbrauchs, auf die Industrie sind es etwa 20 Prozent und auf die Landwirtschaft sind es etwa 70 Prozent des weltweiten Vorkommens mit der Anmerkung, dass der Wasserverbrauch regional stark variiert. Dennoch, Wasser wird überall gebraucht, sei es in den Haushalten, in der Landwirtschaft, bei internationalen Unternehmenskonglomeraten, in der Tourismusindustrie (Hotelkomplexe, Resorts, Golfanlagen etc.).

  • Im Jahr 2025 werden 8,3 Milliarden Menschen unseren Planeten bevölkern – gut 1,3 Milliarden mehr als heute.
  • Entsprechend steigt der jährliche Trinkwasserbedarf – von heute etwa 4,4 Mrd auf 5,2 Mrd Kubikmeter.
  • Vorratsverteilung: In Asien, wo 60 Prozent der Menschheit leben, befinden sich nur 39 Prozent der Wasserressourcen. In Südamerika mit sechs Prozent der Weltbevölkerung sind es dagegen 26 Prozent. 60 Prozent der Wasservorräte befinden sich in nur zehn Staaten.

Der Zugang zum blauen Gold erzeugt schon heute Konflikte, die sich mit dem Bevölkerungswachstum und dem Klimawandel vervielfachen werden. Wasser hat in den letzten 60 Jahren bei 37 Kriegen eine entscheidende Rolle gespielt. Bis ins Jahr 2030 wird es – so die Schätzung – zwei Dritteln der Weltbevölkerung an Wasser fehlen. Man kann davon ausgehen, dass sich die Konflikte im 21. Jahrhundert um Rohstoffe drehen werden und insbesondere um das blaue Gold „Wasser“, das überall knapper wird. Ein paar Beispiele:

  • Rosen aus Äthopien – die wasserintensive Blumenzucht droht die Seen des Landes auszutrocknen
  • Sào Paulo – die Stadt auf dem Trockenem
  • Bali – Wie die Tourismusindustrie buchstäblich das Wasser abgräbt
  • Tibet – Wenn die Gletscher am Himalaja weiter schrumpfen, drohen stromabwärts Dürren und Ernteausfälle
  • Mekong – Sechs Anrainer konkurrieren um das Wasser von Südostasiens wichtigstem Fluss
  • Nil – Äthopiens neuer Megadamm gefährdet die Wasserversorgung im Sudan und Ägypten
  • Israel ist Vorreiter im Wassermanagement und lässt die Palästinenser auf dem Trockenem sitzen
  • Lateinamerika ist die wasserreichste Region der Erde und trotzdem haben 50 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser
  • Vogesen – Hier füllt Nestlé jährlich hunderte Millionen Flaschen Mineralwasser ab, für die Bewohner bleibt kaum was übrig

Viele Konflikte im 21. Jahrhundert drehen sich um knapper werdende Rohstoffe. Wasser ist einer davon. Steigende Weltbevölkerung, steigende Lebenserwartung und steigender Wohlstand ziehen eine Verdoppelung des weltweiten Wasserverbrauches bis 2050 nach sich, so die Einschätzungen. Weltweit liegt in über 90 Prozent die Wasserversorgung direkt oder indirekt in öffentlicher Hand. Der Handlungsbedarf ist als dringend zu bezeichnen, da die Folgen des Klimawandels die Wassersituation in den kommenden Jahrzehnten drastisch verschärfen wird.

Es stellt sich also die Frage nach dem übergreifenden geopolitischen und geostrategischen Masterplan seitens der Regierungen zur Lösung einer möglichen globalen Wasserkrise, und zwar:

Erstens: Ein nachhaltiger Umgang mit Wasser ist nötig und wenn gewollt möglich.

Zweitens: Zugang zu Wasser zu schaffen und gleichzeitig für ein effizientes Ressourcenmanagement zu sorgen, um die Wasserkrise zu bekämpfen. Erste Ansätze gibt es: Mit dem integrierten Wasserressourcenmanagement (IWRM) wollen Staaten gewährleisten, dass oberirdische Gewässer, Grundwasserleiter und Küstengewässer nachhaltig bewirtschaftet und damit schonend genutzt werden.

Drittens: Eine direkte Verbindung zwischen Europa und den weltweiten Wasserkrisen erscheint zwar nicht offensichtlich, aber es gibt sie. Länder wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien oder die Niederlande sind nicht nur in hohem Maße von den globalen Wasserreserven abhängig, sie verstärken den Wassernotstand in den ohnehin schon trockenen Regionen durch den Import wasserintensiver Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao, Tomaten, Blumen etc..

Mittlerweile ist der akute Wassermangel schon längst nicht mehr nur das Problem weniger Regionen, sondern geht alle Europäer etwas an. Dieser Beitrag steht auch als pdf zur Verfügung – siehe unten.

 

Secure Economy. Die maritimen Interessen der Bundesrepublik Deutschland                                                                Sicherer Handel auf See ist ein kollektives Gut

Während die politische Debatte derzeit vor allem um Klimawandel, Handelskonflikte oder den Aufstieg der AfD dreht, gerät ein für uns alle essentielles Thema immer mehr aus dem Blickfeld: Die Frage, was Sicherheits- und Verteidigungspolitik leisten und liefern muss, um die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands und Europas im Zeitalter globaler Großmächtekonkurrenz wirksam zu vertreten.

An der Tatsache, dass gerade wir Deutschen größtes Interesse an freiem Warenaustausch und sicheren Handelswegen haben müssen, kann es kaum Zweifel geben, schließlich zählen wir zu den größten Im- und Exportnationen der Welt. Der Großteil des deutschen Außenhandels – 95 Prozent der Transportleistung des interkontinentalen und 30 Prozent des europäischen Verkehrs der deutschen Wirtschaft – wird über Wasser transportiert. Als rohstoffarmes Land müssen wir vieles aus aller Welt erst einmal nach Deutschland bringen, um es hier veredeln und an Kunden in aller Welt verkaufen zu können. Auch dies geschieht maßgeblich auf dem Seeweg. Mit rund 1.400 Schiffen betreiben Deutsche Reeder die größte Containerflotte und mit ca. 3.200 Schiffen die viertgrößte Handelsschiffflotte der Welt. Auch in Zukunft – so zumindest die Bekenntnisse der Regierenden – soll unser Land zu den Motoren der globalen Ökonomie zählen. Dabei wird gerne vergessen, dass dazu auch die Fähigkeit gehört, die eigenen Interesse wirksam durchzusetzen. Schon Friedrich der Große wusste: „Diplomatie ohne Waffen ist wie ein Orchester ohne Instrumente.“ Hier sind vor allem die maritimen Fähigkeiten der Bundeswehr von großer Bedeutung, denn die Handelsrouten auf den Weltmeeren sind nicht nur die Hauptschlagadern der Globalisierung, sie bilden auch die Grundlage für Wachstum und Wohlstand in Deutschland.

Längst wird maritime Sicherheit daher nicht nur in den Lagezentren der Militärs oder der Politik diskutiert, sondern auch in den Führungsetagen international operierender Unternehmen. Dabei sind terroristische Angriffe beileibe nicht das einzige Risiko. Werden beispielsweise „Bottlenecks“ wie die Straße von Hormuz, die Straße von Malakka oder der Suezkanal – die empfindlichsten Engstellen des Seewegs zwischen Europa und Asien, oder auch der Nord-Ostsee-Kanal – durch welchen Akt oder Akteur auch immer unpassierbar, ist fast jedes am Welthandel beteiligte Unternehmen betroffen. Auch der LIDL-Markt um die Ecke.

Eine andere Vorstellung, die manchem Unternehmer den Schlaf raubt, ist die einer radiologischen Waffe, auch „schmutzige“ Bombe genannt, die in einem der ca. 38 Millionen Container eingeschleust wird, die laufend die Seestraßen und Häfen der Welt passieren.

Die Beispiele verdeutlichen die gestiegene Verwundbarkeit, aber auch die schiere Notwendigkeit einer „Secure Economy“, also einer Sicherheitsarchitektur, die unsere Wirtschaft auch in maritimer Hinsicht besser schützt. Dieser Schutz ist in der Bundesrepublik Deutschland Aufgabe der Marine – die Voraussetzung der Auftragswahrnehmung aber ist, dass sie über ausreichend Personal und Material verfügt. Außerdem muss der politische Wille zum Schutz der Seehandelswege klar definiert sein (Primat der Politik). Dazu kann es erforderlich sein, den geltenden Rechts- und Handlungsrahmen zu überdenken. So ist die Marine nach gültiger Rechtslage etwa bei Gefahr durch internationalen Terrorismus ohne entsprechendes Mandat weder im eigenen Küstenvorfeld noch im weltweiten Bereich zum Eingreifen berechtigt, da es sich nach herrschender Rechtsauffassung um eine „Polizeiaufgabe“ handelt. Unser Land braucht daher dringend ein Nationales Sicherheitskonzept, in dem auch und vor allem die Rolle der Marine beim Schutz der Seehandelswege eindeutig geregelt ist. Weil die Deutsche Marine den Schutz der Seewege nicht allein bewerkstelligen kann, operiert sie in der Regel im Verbund mit anderen NATO-Marinen und Partnern. Deshalb brauchen wir zweitens zeitnah ein europäisches Verteidigungs- und Sicherheitskonzept, das keine politische Absichtserklärung bleibt, sondern konkret umgesetzt wird. Bisher kann man den Vorwurf der USA, wir Deutschen und Europäer seien nur „Trittbrettfahrer“ US-amerikanischer Militärstärke, nicht gänzlich von sich weisen. Wenn also die Staaten der Europäischen Union ihre Fähigkeiten zur Sicherung der Seewege ausbauen und im Rahmen eines gemeinsamen Sicherheitskonzeptes in Kooperation vornehmen, würden sie zeigen, dass sie ihrer Verantwortung gerecht würden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass wir zu einer Weltordnung tendieren, in der es keinen Hüter mehr gibt, sondern fünf Großräume: USA, China, Russland, Indien und Europa! Die Weltpolitik braucht Europa.

Wir leben in volatilen und verteidigungspolitisch außerordentlich komplexen und fordernden Zeiten. Die Sicherheit, in der wir uns wiegen, ist nur eine scheinbare. Umso wichtiger ist es, dass die Regierungen der Europäischen Union jetzt Verantwortung übernehmen und ihre Fähigkeit zur Sicherung unserer wirtschaftlichen Interessen im Rahmen eines gemeinsamen Sicherheitskonzeptes endlich ausbauen. Das sind sie ihren Unternehmern, aber auch ihren Bürgern endlich schuldig.

Und dann erst könnte man berechtigt von „Secure Economy“ sprechen. Dieser Beitrag steht auch als pdf zur Verfügung – siehe unten.

 

Marine und Wirtschaft im Dialog | 4. Marine-Round-Table im Römer in Frankfurt am Main

In Frankfurt am Main hat am 23. Mai 2018 der 4. Marine-Round-Table stattgefunden. Der jährliche Event – nach Hamburg, München/Bayern und Stuttgart/Baden-Württemberg, richtete sich gezielt an die Unternehmer und Manager mittelständischer Unternehmen aus dem Raum Frankfurt am Main bzw. Hessen: Was können Unternehmer für maritime Sicherheit, für freien Handel und sichere Seewege leisten? Rund 50 Führungskräfte waren der Einladung von Vizeadmiral Rainer Brinkmann, stellv Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte, und Ludolf von Löwenstern, Familienunternehmer und Kapitän zur See der Reserve, in den Plenarsaal des Rathauses gefolgt.

Der Marine-Round-Table feierte zugleich das 170. Jubiläum der Deutschen Marine an ihrem „Geburtsort“. Die Frankfurter Nationalversammlung hatte am 14. Juni 1848 in der Paulskirche beschlossen, eine erste gesamtdeutsche Flotte aufzubauen – um den Seehandel zu beschützen und im Schleswig-Holsteinischen Krieg bis 1851 gegen Dänemark zu kämpfen. Gut vier Jahre fuhr diese „Reichs-“ oder „Bundesflotte“ genannte Seestreitmacht unter den Farben Schwarz-Rot-Gold, bis sie von der neu ausgebauten Königlich Preußischen Marine abgelöst wurde.

Globalisierung, Digitalisierung – und Navalisierung

Aus erster Hand wurden die Gäste davon informiert, wie es um die aktuelle Sicherheitslage auf den Weltmeeren bestellt ist, an welchen internationalen Marineeinsätzen Deutschland sich auf welche Weise beteiligt.

Für die Unternehmer verknüpfte Brinkmann zuerst die beiden Megatrends Globalisierung und Digitalisierung mit einem Dritten: Der Navalisierung. „Zwischen dem Mausklick zur Bestellung von Waren und Gütern und dem Klingeln des Lieferservice an der Haustür findet eine logistische Herkulesleistung statt – und zwar maßgeblich auf und über die Weltmeere“, erklärte er. „Dass Globalisierung und Digitalisierung gar nicht vorstellbar wären ohne eine solche Navalisierung, ist uns gar nicht recht bewusst.“ Deutsche Reeder besitzen die weltgrößte Containerschiffflotte mit rund 1.400 Schiffen und die viertgrößte Handelsflotte mit circa 3.200 Schiffen überhaupt. Circa 95 Prozent all dessen, was Deutschland produziert und konsumiert, wird über See verschifft. „Die See ist und bleibt für unsere Sicherheit und unseren Wohlstand eine Konstante“, hielt Brinkmann fest. Eine der Kernaufgaben der Marine sei deshalb: „Sie schützt die Freiheit der Meere.“

Nach Brinkmanns maritimem Vortrag übernahm Kapitän zur See Thomas von Buttlar, Unterabteilungsleiter Personal im Marinekommando: Über den „Reservisten als Personalfaktor“. Von Buttlar informierte über die organisatorischen Rahmenbedingungen der Arbeit in der Reserve. Zugleich zeigte er auf, welchen wechselseitigen Nutzen sowohl Unternehmen als auch Seestreitkräfte daraus ziehen können – vor allem über die militärischen Soft skills Kameradschaft und Teamfähigkeit. „Wir versuchen, einen Weg zu finden, auf dem wir mit Ihnen, mit der Wirtschaft, Personal austauschen können“, erklärte von Buttlar. „Also nicht nur eine Einbahnstraße, wenn unsere Leute die Bundeswehr verlassen und in die Wirtschaft gehen. Sondern: Können wir junge Menschen aus den Betrieben abholen, sie ausbilden, sie zu guten Soldaten und Mitarbeitern machen und dann wieder zurückgeben?“ Für die Marine gehe es um einen Reservistenpool. „Leute, die uns aushelfen, wenn wir sie brauchen. Das ist natürlich keine Lösung für unser gegenwärtiges generelles Personalproblem, aber es hilft uns, das abzumildern und Arbeitsspitzen aufzufangen“, so der Personalchef der Marine.

Win-Win Partnerschaft für die Zukunft

Bindeglied der Reservisten und Netzwerker für die Marine ist Ludolf von Löwenstern. Er ist selbst Unternehmer und als Stabsoffizier der Reserve einer von drei offiziellen Beratern der Marine für Reservistenangelegenheiten für Vizeadmiral Brinkmann, der als stellvertretender Inspekteur die Gesamtverantwortung für die Reservisten der Marine trägt. „Go Navy!“ lautete der Slogan von Löwensterns Vortrag vor den Frankfurter Wirtschaftsvertretern und knüpfte an die vorangegangenen Vorträge an und an das Kernproblem an: Dem Personal. Unter anderem infolge der Wehrpflichtaussetzung, des demografischen Wandels und der Soldatenarbeitszeitverordnung sind viele Stellen in der fahrenden und fliegenden Flotte schon länger unbesetzt. Vor allem Fachkräfte in sogenannten Mangelverwendungsbereichen, also Elektroniker oder IT-spezialisiten, fehlen. Genau die sind aber auch in der Wirtschaft heiß umworben.

Von einer intensiveren Zusammenarbeit können alle Seiten profitieren: Die Marine durch einen besseren Zugang zu Nachwuchs und qualifizierten Fachkräften, Wirtschaft und Unternehmen durch das Plus an Wissen und an Führungsfähigkeiten, die in der Zeit bei der Truppe erworben werden. Nicht zuletzt auch, dass die Marine stets auch als „Schutzpatron unserer Wirtschaft“ unterwegs ist, wie es von Löwenstern nennt. Gerade die deutsche Wirtschaft und die Unternehmen sind auf die Marine angewiesen, denn sie schützt die Seewege, über die Rohstoffe nach Deutschland oder über fertige Produkte in die Welt verkauft werden. Sie, die Marine, ist also ein wichtiger Partner der Unternehmer. Und nebenbei ist sie auch als „Botschafter in Blau“ für Made in Germany unterwegs.

Um mit den Unternehmern darüber zu sprechen, wurde im Jahr 2015 der Marine-Round-Table ins Leben gerufen und erste Ideen auf Realisierbarkeit – etwa mit ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), der Reederei Laeisz und der WÜRTH Gruppe, werden überpüft.

Als Reservist erzählte der Familienunternehmer aus Hamburg auch von seinen persönlichen Erfahrungen, die er im Rahmen von Wehrübungen / Reservedienstleistungen macht. Zudem hebt er hervor, dass unser Land eine Hochburg des Mittelstands ist und es sind nicht die DAX-Konzerne die das Wachstum tragen, sondern eben die rund 3,5 Millionen kleinen und großen Familienunternehmen. Sie zeichnen für mehr als die Hälfte der Wertschöpfung in unserem Land verantwortlich. Sie bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und sie sind der eigentliche Jobmotor. Allein die Familienunternehmen repräsentieren mehr als eine halbe Million Mitarbeiter und etwa 100 Milliarden Umsatz. Und viele von Ihnen sind Hidden-Champions. Und damit er appellierte an den Bürgersinn der Anwesenden: „Lassen Sie uns darüber sprechen, welchen Beitrag Unternehmer für freien Handel und sichere Seewege leisten können und wäre es nicht eine schöne Geste, wenn sich die Wirtschaft bei ihrer Schutzmacht in der einen oder anderen geschilderten Weise „revenchieren“ würde?“

 

Vortragsreihe | Die Welt in unruhigen Zeiten. Krisen und Konflikte im Jahr der deutschen G20-Präsidentschaft

Vortrag 1: >Die Welt in unruhigen Zeiten im Jahr der deutschen G20-Präsidentschaft<

Vielleicht warten auch Sie schon seit einigen Jahren darauf, dass alles irgendwann endlich wieder „normal“ wird. Doch die Normalität lässt auf sich warten – wahrscheinlich gehört sie sogar ganz der Vergangenheit an. Globalisierung und Digitalisierung prägen unsere Zeit. Eine atemberaubende Veränderungsdynamik und globale Verunsicherung haben sie gleich mitgebracht. Welche konkreten Auswirkungen haben beide Phänomene? Wie betreffen sie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – vor allem aber: Wie können wir mit Ihnen umgehen, ohne in angstvolle Passivität zu verfallen? Gerade die in den nächsten Wochen und Monaten in Deutschland und Europa anstehenden Wahlen könnten wie neue Brandbeschleuniger wirken. In seinem Vortrag geht Ludolf von Löwenstern auf ausgewählte Aspekte des aktuellen Geschehens ein und wirbt dafür, Unsicherheit als Charakteristikum unserer Zeit zu akzeptieren.

Vortrag 2: >Krisen & Konflikte im Jahr der deutschen G20-Präsidentschaft <

Deutschland hat im vergangenen Dezember für ein Jahr die Präsidentschaft der G20 übernommen. Dieser Gruppe gehören neben der Europäischen Union 19 führende Industrie- und Schwellenländer an, die zwei Drittel der Weltbevölkerung und mehr als 80 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung repräsentieren. In seinem Vortrag geht Ludolf von Löwenstern auf Schwerpunkte der deutschen G20-Agenda ein. Stichworte wie Stabilität, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung spielen eine zentrale Rolle – sind in unsicheren Zeiten wie diesen aber eine große Herausforderung. Wie ist es um die Stabilität der Weltwirtschaft bestellt? Wie zukunftsfähig sind unsere Institutionen und wie können die Industrieländer ihrer Verantwortung für gerechte Teilhabe ärmerer Regionen gerecht werden? Auf einige dieser Fragen wird der Referent in seinem Vortrag eingehen. Außerdem wird er ausgewählte Krisenherde in aller Welt beleuchtet, die ihre Schatten längst bis vor unsere Haustüren werfen – vom Krisen-Kontinent Afrika bis zum Bürgerkrieg in Syrien.

 

Marine und Wirtschaft im Dialog | 3. Marine-Round-Table in Stuttgart

„Go Navy – Think Blue“, so lautet der Slogan, mit dem die Marine auf sich bei den Unternehmern und Managern von Wirtschaftsunternehmen aufmerksam machen möchte. In Stuttgart fand die dritte Veranstaltung (nach Hamburg und München/Bayern) mit 40 hochrangigen Vertretern der Wirtschaft aus dem Raum Baden-Württemberg statt.

„Appetit machen auf die Marine“ und „Verständnis für die Marine wecken“ sind die Ziele. Daran muss auch die deutsche Wirtschaft ein Interesse haben. In seinem Vortrag verdeutlichte der Gastgeber Vizeadmiral Rainer Brinkmann, Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Marine und Unterstützungskräfte, die Wichtigkeit des Seetransports für die Weltwirtschaft. Gerade die deutsche Wirtschaft braucht freie Seewege.

Wo ist nun die Verbindung zur Wirtschaft? Darauf hatte Kapitän zur See Thomas von Buttlar eine Antwort. Im „Kampf um kluge Köpfe“ – dem War-of-Talents, habe die Wirtschaft sicherlich einen beachtlichen Vorteil, doch auch die Marine könne viel bieten. Vor allem beim Personal drückt bei der Marine der Schuh. Eine Lösung zur Minderung der Not sind die Reservisten. Sie können das Personalproblem nicht lösen, aber die ein oder andere Vakanz füllen und so die Not etwas lindern. Hier kommt die Wirtschaft ins Spiel.

Ludolf von Löwenstern unterstreichte dies durch seine eigenen Erfahrungen als Familienunternehmer und Reservestabsoffizier. Er wirbt in seinem Vortrag für ein stärkeres Engagement der Wirtschaft für die Marine. Die Marine bezeichnet er auch als „Schutzpatron der Wirtschaft“, weil sie die Seehandelswege schütze. Gerade der baden-württembergische Mittelstand – die Hidden Champions, müsse als Rückgrat der deutschen Wirtschaft großes Interesse an einer Kooperation mit der Marine haben.

 

Bei den Frage- und Diskussionsrunden zwischen den Vorträgen und in den Kaffeepausen ging es um sicherheitspolitische Themen, aber auch um mögliche Kooperationen. Könnten Mitarbeiter nicht mal bei der Marine reinschnuppern und wenn ja wie, wie können Mitarbeiter in einen Reservistenstand erhoben werden oder wie könnten Mitarbeiter etwa nach Abschluss der Ausbildung zur Marine wechseln beziehungsweise Soldaten nach ihrer aktiven Dienstzeit in die Wirtschaft wechseln.

Viele Fragen, viele neue Ideen und der Wille der anwesenden Unternehmer, sich weiter mit dem Thema Marine auch bei Veranstaltungen wie dem „Marine-Round-Table“ auseinanderzusetzen – Vizeadmiral Rainer Brinkmann und sein Co-Gastgeber Ludolf v. Löwenstern haben auch in Stuttgart ihre Ziele erreicht.

Zu den Gästen zählten unter anderem: Bettina Würth (Würth-Gruppe), Gerald Schatz (Schatz-Gruppe), Gerhard Baumeister (M.M. Warburg), Oliver Beck (Mahle International), Felix Hage (Ernst & Young), Andreas Hammer (Tesat Spacecom), Dr. Christoph Hoppe (Thales Deutschland), Peter T. Issler (Wirtschaftsrat BW), Andreas Lindemann (Goerlich Kunststofftechnik), Dr. Michael Müller (Magility), Klaus Rahn (Bethmann Bank) usw..

 

Vortragsreihe | Geopolitik im 21. Jahrhundert am Beispiel Afrika

Im Rahmen seiner Vortragsreihe „Geopolitik im 21. Jahrhundert“ hat Ludolf Baron von Löwenstern an Bord der MS Europa zwei Vorträge gehalten, in denen er aktuelle geopolitische und geostrategische Herausforderungen beleuchtet und auf Fragen der Verteilung und Sicherung von Rohstoffvorkommen eingegangen ist.

Vortrag 1: >Globale Herausforderungen in Zeiten von Krisen und Konflikten<

Im 21. Jahrhundert geht es bei den meisten Krisen und Konflikten um die Sicherung von Rohstoffen und Absatzmärkten. Steigende Weltbevölkerung, steigende Lebenserwartungen und steigender Wohlstand ziehen eine Verdoppelung des Rohstoff- und Wasserverbrauches bis 2050 nach sich, so die Einschätzungen. Mit seinen 54 Staaten und rund 1.1 Mrd. Menschen ist Afrika als zweitgrößter Erdteil auch ein wichtiger Marktplatz der internationalen Wirtschaft. Meldungen über Lieferabkommen und Investitionsprojekte zeigen, wie offensiv einige Länder ihre Interessen dort vertreten, wenn es um die Sicherung strategisch wichtiger Ressourcen und neue Absatzmärkte geht. Afrikas Ressourcen sind dabei Fluch und Segen zugleich.

Vortrag 2: >Afrika. Supermarkt der Supermächte – Der Kampf um die Rohstoffe<

Im ersten Teil hat sich Ludolf von Löwenstern mit den globalen Herausforderungen in Zeiten von Krisen und Konflikten befasst. Im zweiten Vortragsteil geht es darum, besser zu verstehen, weshalb Afrika zu einem Supermarkt der Supermächte im Kampf um die Rohstoffe geworden ist. Hierzu wird er in seinem Vortrag dies unter geopolitischen, geostrategischen und geoökonomischen Gesichtspunkten beleuchten. Der strategische Zugriff auf Rohstoffe, die mit wachsendem weltweiten Bedarf unausweislich knapper und vor allem teurer werden, ist und bleibt von elementarer Bedeutung und wird deshalb auch gern als „Great Game des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet.

 

Vortragsreihe | Kontinuität oder Wandel? Die Vereinigten Staaten nach den Präsidentschaftswahlen

Im Rahmen seiner Vortragsreihe „Kontinuität oder Wandel? Die Vereinigten Staaten nach den Präsidentschaftswahlen“ hat Ludolf Baron von Löwenstern im Oktober 2016 an Bord der MS Europa 2 zwei Vorträge gehalten, in denen er denkbare Szenarien vorgestellt, abgewogen und aus geopolitischer, geostrategischer und geoökonomischer Perspektive beleuchtet hat.

Vortrag 1: >Der Wahlkampf Clinton vs Trump: Bewerber – Themen – Perspektiven<

Vortrag 2: >Geopolitische und geostrategische Herausforderungen: Die Rolle der USA in einer globalisierten Welt<

Wer auch immer am 8. November 2016 die Präsidentschaftswahlen gewinnen wird: So groß werden die Unterschiede aller Wahlkampfrhetorik zum Trotz am Ende – zumindest von außen betrachtet – nicht sein. Ganz im Gegenteil: Die USA pflegen geopolitische Kontinuität. Das zeigt auch das jüngste US-Strategiepapier, das den Titel „Win in a Complex World, 2020-2040“ trägt. Darin geht es um nicht weniger als die nordamerikanische „Full Spectrum Dominance“ zu Land, zu Wasser und in der Luft. Wichtigste Gegner der USA sind dem Papier zufolge die eurasischen Konkurrenzmächte China und Russland. Und auch Deutschland spielt in den geopolitischen Überlegungen der Amerikaner eine wichtige Rolle. Wie werden sich die USA nach der Wahl außen-, sicherheits- und geopolitisch positionieren? Bleibt sich der „Welt-Polizist“ treu oder welche Rolle haben die Strategen ihrem Land zugedacht, um im globalen Wettbewerb um Sicherheit, Rohstoffe und Wohlstand erfolgreich zu sein?


International GeoEconomic Forum | European Strategic Institute und Ernst & Young
Digitale Wirtschaft und Gesellschaft | Daten: Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Dieses International GeoEconomic Forum, eine Veranstaltungsreihe des European Strategic Institutes, wurde in Kooperation mit Ernst & Young veranstaltet. Sein Anliegen ist es, aktuelle wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen aufzugreifen, die von kompetenten Referenten dargestellt und mit den geladenen Gästen im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen diskutiert werden. Durch eine profunde Darstellung zu aktuellen Wirtschaftsthemen trägt dieses Forum zu einem intensiven Meinungs- und Informationsaustausch zwischen den Partnern aus dem Wirtschaftsleben bei.

Gastgeber: Ludolf Baron von Löwenstern / Co-Founder & Chairman des European Strategic Institute und Frank Burkert / Partner von Ernst & Young

Vortragsthemen / Vortragende

  • Ian Kiru Karan, Senator a.D., Chairman der Clou Group: „Die Rolle Hamburgs in einer digitalen Zukunft“
  • Dr. Jens Müffelmann, President der Axel Springer USA: „Medien im digitalen Zeitalter“
  • Philipp Frhr. v. Saldern, Präsident des Cybersicherheitsrat Deutschland e.V.: „Cyber-Sicherheit. Aktuelle Bedrohungslage und ein Blick auf Morgen“
  • Vizeadmiral Rainer Brinkmann, Stv. Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte: „Der maritime Raum. Sicherheitspolitische Herausforderungen im 21. Jahrhundert“
  • Prof. Dr. Michael Bräuninger, Gründer & Direktor des Economic Trends Research: „Die Märkte aus geoökonomischer Perspektive“

In dem beigefügten Executive Summary dokumentieren wir die Vorträge in Auszügen

Executive_Summery

Von dem IEF haben wir einen Trailer als mp4 erstellt, den ich auch gerne zur Verfügung stellen möchte: 

Und über das Thema SMART CITY diesen Trailer:

Marine und Wirtschaft im Dialog | 2. Marine-Round-Table in München

IMG_6204_Gastgeber-VAdmRainerBrinkmann+KzSvonButtlar+KayRupprecht+LudolfBaronvonLöwensternNach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung des Marine-Round-Tables am 12. Oktober 2015 in Hamburg – einer Veranstaltungsreihe des Stellvertretenden Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann – stand am Donnerstag, dem 21. April 2016, der zweite Termin an.

Diesmal im Festsaal der Offiziersheimgesellschaft der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München. Zum 2. Marine-Round-Table hatten Vizeadmiral Rainer Brinkmann und Fregattenkapitän der Reserve Ludolf Baron von Löwenstern ausgewählte Unternehmer & Manager eingeladen.

Ziel des Marine-Round-Tables ist es, Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft Informationen zur aktuellen Sicherheitslage zur Verfügung zu stellen und dadurch den Austausch zwischen Marine und der Wirtschaft zu fördern.

Warum braucht die (bayerische) Wirtschaft die Marine? Warum braucht die Marine Reservisten?

Mehr als 90 Prozent des Außenhandels der EU und nahezu 70 Prozent des deutschen Im- und Exports werden über den Seeweg abgewickelt. Damit sind sichere Seewege lebenswichtig für die deutsche Wirtschaft – auch und gerade für Unternehmen aus Bayern, denn auch die Hälfte aller hier produzierten Güter sind für den Export bestimmt. Die Deutsche Marine spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die maritimen Grundlagen unseres Wohlstands vor Angriffen und terroristischer Bedrohung zu schützen. Doch wie ist es um die aktuelle Sicherheitslage auf den Weltmeeren bestellt? Welche Rolle spielen Reservisten in der maritimen Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland? Und was können Unternehmer und Führungskräfte selbst tun, um die Marine bei ihren Aufgaben zu unterstützen?

In seinem Vortrag hatte Admiral Brinkmann zur aktuellen Sicherheitslage berichtet sowie von diversen Einsätzen, an denen sich die Marine in Kooperation mit der NATO engagiert. Kapitän zur See von Buttlar wies in seinem Vortrag „Der Reservist als Personalfaktor“ auf die Win-Win-Situation hin, die entsteht, wenn ein Unternehmen einen Reservisten zu einer RDL zur Verfügung stellt. Der Familienunternehmer und Fkpt d.R., Ludolf Baron von Löwenstern, zeigte in seinem Vortrag „Go Navy. Als Reservist bei der der Marine im Einsatz“ auf, wie das Konzept des „Bürgers in Uniform“ und das Reservistensystem entstanden sind, aber auch, wie ein Reservist einen aktiven Soldaten bei seiner Arbeit unterstützen und vor allem entlasten kann.

 

Digitale Wirtschaft und Gesellschaft | Daten. Rohstoff des 21. Jahrhunderts

LvL mit Dr Rainer Hillebrand IMG_9218Kommission Internet & Digitale Wirtschaft des Wirtschaftsrats
Vortragsveranstaltung zum Thema „Vom OTTO Katalog zu Collins – wir irren uns empor!“ mit Dr. Rainer Hillebrand, stellv. Vorstandsvorsitzender, Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce und Business Intelligence der Otto Group

 

Marine und Wirtschaft im Dialog | 1. Marine-Round-Table in Hamburg

RainerEndres-LudolfvonLöwensternDie Reservisten von heute sind authentische Multiplikatoren in der Gesellschaft. Sie geben als externe Wissens- und Erfahrungsträger wertvolle Beiträge und neue Impulse in die Marine. In der Einsatzrealität sind sie als „Reservebank“ unverzichtbar. Das Marinekommando hat in Kooperation mit Fregattenkapitän der Reserve Ludolf Baron von Löwenstern eine neue Kommunikationsplattform und Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Sie dient dem Austausch zwischen Marine und Führungskräften aus der Wirtschaft.

Marine-Round-Table

 

Zum ersten Marine-Round-Table hatte Vizeadmiral Rainer Brinkmann, Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, zusammen mit dem Hamburger Familienunternehmer und Stabsoffizier der Reserve, Ludolf Baron von Löwenstern, am 12. Oktober an der Führungsakademie in Hamburg geladen. Dieser Einladung folgten über 30 namhafte Unternehmer und Manager gemäss dem Motto „Voneinander lernen und profitieren“.

 

International GeoEconomic Forum Forum | European Strategic Institute
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Begrüssung und Moderation durch den Chairman Ludolf Baron von Loewenstern

  • Minister Ilan Mor, Botschaft des Staates Israel in Berlin: „Die aktuellen geostrategischen Verhältnisse und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Israel“
  • MajorGeneral ret. Professor Dr. Yoshinaga Hayashi, National Institute for Defence Studies, Japanisches Verteidigungsministerium: „Die Welt verändern: Das Geopolitische Denken am Beispiel Japans“;
  • Dr. Ioannis Loucas, Hellenic Naval University, Special Advisor of Greece Defense Agency, British Mackinder Institute: „Die veränderten geostrategischen und geoökonomischen Aspekte der Zeit nach dem kalten Krieg und ein persönlicher Ausblick in die nahe Zukunft“

Queen Mary 2 | Jubiläums-Transatlantik-Passage in 2015
Vortragsreihe: Geopolitik im 21. Jahrhundert

  • Vortrag 1 >Globale Herausforderungen in Zeiten von Krisen und Konflikten<
  • Vortrag 2 >Kampf um die Rohstoffe aus geopolitischer Perspektive<
  • Vortrag 3 >Maritime Sicherheit. Sicherung der globalen Handels- und Logistikströme<                                                             

European Council`s and UN`s Congress | International Politics, Environment and Peace, Delphi
Vortrag zum Thema „International Politics & Environment. The Issue of Energy, Sources in Germany and the EU“.

 

International Business & International Security Conference | European Strategic Institute
Schirmherr: Ole Freiherr von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Begrüssung und Moderation: Ludolf Baron von Loewenstern. Vorträge:

  • Ivan Ivanovich Sergeev, ehem. Aussenminister der Russischen Föderation und President der GlavUpDK, zum Thema >International Security and International Business: The Russian Point-of-View<
  • Vizeadmiral Lutz Feldt, Inspekteur der Marine, zum Thema >Sea Lines of Communication and International Security Policies<
  • Dr. Shaoul Shai, Israelisches Verteidigungsministerium, zum Thema >Securing Business in the Middle East: The Peace Process<
  • Professor Dr. Jean Avenel, University of Paris III, zum Thema >Money-Laundry as a Threat for International Business<
  • Professor Dr. Leonard Hochberg, US Stratfort Institute Washington DC, und Professor Dr. James D. Hardy, Louisiana State University, zum Thema >The Asymmetric Threats Affection on International Business<

Bankhaus Donner & Reuschel | Unternehmerlunch
Vortrag zum Thema „Die Schattenseite des Internets. Cyber-Spionage und -sabotage, Datenklau und -handel“LvL+OliverLeisse+ProfDr.Hans-PeterErb+DrCarstenBrosda DSC_8878

 

Haus Rissen Internationales Institut für Politik und Wirtschaft & BOSCH Sicherheitstechnik mit Workshop „Neue Wege in der Maritimen Sicherheit“
Begrüssung: Dr. Michael Baumbach, BOSCH Sicherheitssystem
Thematische Einleitung: Dr. Philipp-Christian Wachs, Haus Rissen
Panel / Vorträge, unter anderem von:

  • Panel zum Thema >Aktuelle Herausforderungen der maritimen Sicherheit< mit Konstantin Boroffka, Marine Risk Control Manager, Allianz Global Corporate & Speciality AG, Fregattenkapitän Torsten Eidam, Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr, Ulrich Gärtner, Port Facility Security Officer, EUROGATE Container Terminal, Manfred Roß, Polizeioberrat, Wasserschutzpolizeikommissariat
  • Vortrag von Ludolf Baron v. Löwenstern, Fregattenkapitän der Reserve, Chairman European Strategic Institute, zum Thema „Maritime Sicherheit aus geopolitischer Sicht“

International Business & International Security Conference | European Strategic Institute
Schirmherr: Ole Freiherr von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Begrüssung und Moderation: Ludolf Baron von Loewenstern.

 

Innovationstreiber IT. Licht und Schatten – Facetten der vernetzten Gesellschaft | Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr und Wirtschaftsrat Deutschland LV Hamburg Kommission Internet & Digitale Wirtschaft
Gastgeber: Univ.-Professor Dr. Hans-Peter Erb, Helmut-Schmidt-Universität, Mitglied der Kommission Internet & Digitale Wirtschaft, und Ludolf Baron von Löwenstern, Mitgründer und Vorsitzender der Kommission Internet & Digitale Wirtschaft des Wirtschaftsrats HamburgLvL+PeterZörb+FAdm Krebs IMG_1742

  • Vortrag von Dr. Carsten Brosda, Bevollmächtigter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für Medien und IT, zum Thema >Die Strategie des Senats für Medien- und Digitalwirtschaft<
  • Vortrag von Andreas Persihl, Geschäftsführender Gesellschafter der Caperium GmbH, zum Thema >Zivilcourage. Wichtiger als Compliance-Systeme im Kampf gegen Korruption und Wirtschaftsspionage<
  • Vortrag von Kapitän zur See Thomas Ackermann, Referatsleiter Führungsunterstützung beim Marinekommando, zum Thema >Typische Herausforderungen bei Informations- und Kommunikationssystemen für Seestreitkräfte<
  • Vortrag von Oliver Leisse, Trendforscher und Geschäftsführender Gesellschafter der SEE MORE, zum Thema >Zeit der Veränderungen. Was Kunden morgen von uns erwarten<

Atlantische Gesellschaft e.V. Forum Hamburg
Vortrag zum Thema „Die Geopolitik der Rohstoffe und die deutsche Sicherheitsfrage im 21. Jahrhundert“BarbaraBush

Round Table | Business Club Hamburg                                                      Vortrag zum Thema „Die maritimen Interessen der Bundesrepublik Deutschland“

VSW Kongress | Sicherheitstag zum Thema „Geopolitische Abhängigkeiten“
Schirmherr: Innenminister von Nordrhein-Westfalen.
Vorträge von:

  • Prof. Dr. Günther Schmid (BND) „Veränderungen in der globalen Architektur des 21. Jhdts.“
  • Jörg Ziercke (Präsident des BKA) „Die geopolitische Sicherheitslage in der virtuellen Welt“.
  • Ludolf Baron v. Löwenstern (Chairman European Strategic Institute) „Die Geopolitik der Rohstoffe und die deutsche Sicherheitsfrage im 21. Jhdt.“
  • Norbert Pieper (Dt. Post DHL) „Geopolitische Abhängigkeiten auf die Luftfracht und Logistik“.

VfS Verband für Sicherheitstechnik Kongress
Schirmherr: Michael Ulbig, Staatsminister des Inneren
Vortrag von Ludolf Baron v. Löwenstern (European Strategic Institute) zum Thema „Die Bedeutung der maritimen Wirtschaft aus geopolitischer und geoökonischer Perspektive“

HfÖV Hochschule für Öffentliche Verwaltung | Forum Risiko- und Sicherheitsmanagement

Vortrag Ludolf Baron v. Löwenstern (European Strategic Institute) zum Thema: „Geopolitik der Rohstoffe“.
Vortrag Wilko Specht (BDI) zum Thema:  „Herausforderungen und Lösungsansätze zur sicheren Rohstoffversorgung“.
Vortrag Thomas Milde (Deutsche Telekom) zum Thema: „Telekommunikation: Rohstoff der vernetzten Gesellschaft“

RATSHERREN-RUNDE. Das Wirtschaftsforum (gegr. 1988 in Hamburg)
Initiator & Gastgeber: Ludolf Baron v. Löwenstern

  • ESI_3Prof. Dr. h.c. Klaus-Michael Kühne und Vizeadmiral aD Lutz Feldt (DMI) zum Thema „Die Bedeutung der maritimen Wirtschaft am Beispiel Energie, Rohstoffe und Transport“.
  • General Wolfgang Schneiderhan (Generalinspekteur) zum Thema „Aktuelle strategische Aspekte deutscher Sicherheitspolitik“.
  • Dr. Franz-Josef Jung, Bundesminister der Verteidigung, beim 20-jährigen Jubiläum der RATSHERREN-RUNDE zum Thema „Secure Economy in Zeiten von Globalisierung, Piraterie, Terrorismus, Asymmetrischen Bedrohungen und die maritimen Abhängigkeiten der Bundesrepublik Deutschland“.
  • Vizeadmiral Lutz Feldt, Befehlshaber der Flotte, zum Thema „Vom Botschafter in Blau zur Marine im Einsatz“.
  • GenMajor Christian Beck, Kommandeur der Führungsakademie , zum Thema „Die Sicherheit. Rückblick – Status Quo – Ausblick“.
  • Senator Frank Horch, Präses der Handelskammer Hamburg, zum Thema „Industriestandort Deutschland. Chancen heute und morgen“
  • Dennis J. Snower Ph.D., Präsident des IfW Institutes für Weltwirtschaft, zum Thema „Staats-Schuldenkrise / EURO-Systemkrise. Quo Vadis Deutschland und EU?“

Conference Maritime Power: Germany as a Liberal Economy Nation in the 21st Century

  • Part 1 „Economy & Financial“.
  • Part 2 „GeoStrategy & GeoPolitics“

Economic Forum Deutschland „Leadership“ an der Marineschule Mürwik

  • Prof. Dr. Michael Stürmer zum Thema „Russland und der Westen: Schwieriger Schwebezustand“ und „The Greater Middle East – Hexenkessel der Moderne“.
  • Kurt Bendlin zum Thema „Wie schärft man seine Skills für Führung“.
  • Kapitän zur See Schmidt-Skipiol, stellv. Kommandeur der Marineschule Mürwik, zum Thema „Welche Führungserkenntnisse gibt es aus dem Militär für die Industrie“.
  • Ludolf Baron v. Löwenstern zum Thema „Maritime Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland und der EU-Staaten von Rohstoffen als geostrategischer Faktor“.

BAKS Bundesakademie für Sicherheitspolitik | Forum Strategischer Dialog Staat und Wirtschaft >Supply Chain Security<
Begrüssung durch den Präsidenten: Generalleutnant a.D. Kersten Lahl
Vorträge, unter anderem von:

  • Vortrag von Assessor jur. Udo Eschenbach, Konzernrepräsentant Military Affairs Bw/NATO, Deutsche Post World Net, zum Thema „Globale Lieferketten, globale Bedrohungen: Logistik im Spannungsfeld einer sich verändernden Sicherheitslage“
  • Vortrag von Dr. Stefan Mengel, Referat Sicherheitsforschung, Bundesministerium für Bildung und Forschung, zum Thema „Supply Chain Security im nationalen und europäischen Sicherheitsforschungsprogramm“
  • Vortrag von Heinz Schulte, ChR Griphan Briefe und Krippen Global Security, zum Thema „Global Security – Was ist das eigentlich?“
  • Vortrag von Rüdiger Wolf, Staatsminister des Bundesministeriums für Verteidigung, zum Thema „Sicherheitspolitische Risiken und Herausforderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“
  • Vortrag von Dr. Andrea Berner, Referatsleiterin für Geheim- und Sabotageschutz, Landesamt für Verfassungsschutz, zum Thema „Terrorlisten und die Auswirkungen auf die Bundesrepublik Deutschland“
  • Vortrag von Senator a.D. Udo Nagel zum Thema „Supply Chain Security – Ist Deutschland vorbereitet?“
  • Vortrag von Vizeadmiral a.D. Lutz Feldt, Präsident des Deutschen Marine Institutes und vormals Inspekteur der Marine, zum Thema „Seesicherheit ist ein politisches und kein juristisches Thema“
  • Vortrag von Ludolf Baron von Löwenstern, Fregattenkapitän d.R., Co-Founder und Chairman im European Strategic Institute, Mitglied im Bundesvorstand des Wirtschaftsrat Deutschland, zum Thema „Secure Economy. Die maritimen Interessen der Bundesrepublik Deutschland“

LIONS-Club Hamburg-Wandsbek
Vortrag zum Thema „Secure Economy. Die maritime Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland im Zeitalter von Piraterie und Terrorismus und die deutsche Sicherheitsfrage im 21. Jahrhundert“.

Hanse-Lounge in Hamburg
Vortrag zum Thema „21st Century GeoEconomics and the Issue of German Security“

ROTARY-CLUB Kappeln
Vortrag zum Thema „Seehandel im Fadenkreuz“

Neue Philanthropische Gesellschaft | „Deine Wahrheit fern von meiner?“
Vortrag zum Thema „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)“

Europeans & Americans in Africa

Afrika: Supermacht der Supermärkte (S.2)

Die Geopolitik der Rohstoffe

Seehandel im Fadenkreuz