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Weltpolitik ist immer auch Geopolitik, denn Geographie prägt Politik.

Geopolitik interpretiert politische Entwicklungen im Lichte geographischer Gegebenheiten und analysiert die Verbindung zwischen beiden. Sie geht davon aus, dass politische Macht maßgeblich von der Geografie geprägt wird. Mächtig ist diesem Konzept zufolge, wer Rohstoffe, Industriereviere und Verkehrswege kontrolliert – oder erobert. Die Sicherung von Rohstoffvorkommen ist dabei eine der zentralen Zielgrößen. Das macht das Konzept der Geopolitik aktueller denn je: Längst hat sich die Sicherung von industrie-strategisch relevanten Rohstoffen zum „Great Game des 21. Jahrhunderts“ entwickelt, denn mit wachsendem weltweitem Bedarf werden diese unausweichlich knapper und vor allem auch teurer (Seltene Erden etc.).

Zu den bedeutendsten Vertretern zählten der britische Admiral Alfred Mahan (1840-1914), der deutsche General Karl Haushofer (1869-1946), der französische Admiral und Militärhistoriker Raoul Castex (1878-1968), der Politologe Nicholas Spyman (1893-1943), der Geograph Halford Mackinder (1861-1947) und der amerikanische Politikwissenschaftler Zbigniew Brzezinski (1928-2917).

Viele andere Länder sind uns im geostrategischen und geopolitischen Denken deutlich voraus. So ist etwa die Rohstoffsicherung und –verteilung nicht dem tagespolitischen Kalkül unterworfen, sondern basiert auf einem klaren geopolitischen Denkansatz, denn der politische Wissenschaftszweig namens Geopolitik stellt nach wie vor das wichtigste Handlungsmuster der großen und regionalen Mächte dar.

Unser Credo lautet:

Nur wer die Geschichte und die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart und die Zukunft verstehen.

Wir sind überzeugt, dass die Betrachtung der Welt aus geopolitischem und geostrategischem Blickwinkel wichtige neue Perspektiven eröffnet, unter anderem auf die unterschiedliche Wahrnehmung globaler Entwicklungen in Europa, den USA, Russland oder Asien. Geopolitik erweitert das Repertoire bewährter politischer Erklärungsansätze um interessante neue Facetten und bietet Erklärungsansätze für politische Ereignisse, mit deren Einordnung wir uns sonst manchmal schwertun. Es fordert uns auf, die Welt aus der Perspektive der anderen zu sehen.